Ein kleiner, aber feiner Martinszug

Ich trag mein Licht, ich fürcht mich nicht

Dieses Jahr veranstalteten wir mit unseren Kindern wieder einen kleinen, aber bunten und fröhlichen Laternenumzug durch die Josef-Werner-Straße. Im Freien unter 3G Regeln und mit Maske für die Erwachsenen konnten dieses Jahr auch die Familien teilnehmen und mitsingen. Begleitet wurden sie dabei von Erzieherin Anne Thumberger, die auch im Kindergartenalltag für die musikalische Früherziehung zuständig ist. Nach dem Umzug führten die Kinder im Garten des Rumpelstilzchen-Hauses das Martinsspiel auf. Mit Kinderpunsch, Glühwein und Martinsmännchen ließen selige Kinder und Eltern den Abend am Martinsfeuer ausklingen. Ein herzliches Dankeschön an die Stadt Neckargemünd, die uns die leckeren Martinsmännchen gespendet hat.

Das St. Martinsspiel-aufgeführt von unseren Rumpels

Ein magisches Sommerfest

Endlich wieder zusammen feiern- zu unserem diesjährigen Sommerfest im Juli konnten die Familien endlich wieder entspannt zusammen kommen und bei Apfelschorle und Bier reden, lachen, grillen, singen und tanzen. Als besonderes Highlight hat uns dieses Jahr der Magier Maximus besucht und es war eine wahre Freude zuzuschauen, wie die Kinder sich verzaubern ließen. Von klein bis groß waren alle mit voller Begeisterung dabei und konnten sich kaum auf den Sitzen halten. Wie eine kleine Zuschauerin später ehrfürchtig sagte: „Es gibt nur einen Menschen, der echt zaubern kann – Das ist Maximus!“ Vielen Dank, Maximus, dass Du uns so verzaubert hast!

Ein geschenkter Tag zu Weihnachten

Das schönste Geschenk ist Zeit! Das zurückliegende Jahr steckt uns allen in den Knochen. Viele Familien hatten mit einer Doppelbelastung während der Schul- und Kita-Schließungen zu kämpfen und die Zeit fehlte an allen Ecken und Enden. Und in der diesjährigen Vorweihnachtszeit hat man zwar eigentlich weniger Termine, aber dafür fehlen uns auch die kleinen Fluchten aus dem Alltag, wie das Tässchen Glühwein mit den Freunden während die Kinder noch eine Runde Karussell fahren dürfen.

So hat sich unser weltbestes Team ein besonderes Geschenk für die Familien überlegt: Ein geschenkter Betreuungstag!

Die Kinder durften am Samstag in den Kindergarten kommen und sich beim Plätzchenbacken und Weihnachtsbaumschmücken austoben. Währenddessen konnten die Eltern zu Hause durchschnaufen, in Ruhe frühstücken oder selber ein paar Weihnachtsüberraschungen vorbereiten.

 

Ganz herzlichen Dank an unser Team für diese tolle Idee!!! Wir sind so dankbar, dass wir Euch haben. Wir werden diese Krise gemeinsam überstehen und dann auch endlich wieder zusammen feiern und am Karussell Glühwein trinken. Lieben Dank auch an den Christbaumverkauf vorm Profi-Markt, der uns den schönen Baum gespendet hat.

 

 

Warten auf Normalität

Die neueste Corona-Verordnung hat die Hoffnungen zu nichte gemacht, dass die Kindergärten vor Juli wieder im Regelbetrieb öffnen können. Das bedeutet 3 weitere Wochen, in denen ein großer Teil der Krippen- und Kindergartenkinder zu Hause betreut werden müssen – neben Homeoffice und Homeschooling der älteren Geschwister, da auch die Schulen nach wie vor nicht vollständig zum Normalbetrieb zurückkehren, sondern ein Unterricht in unterschiedlichen rollierenden Systemen angeboten wird.

Seit Dienstag nach Pfingsten hat der Kindergarten Rumpelstilzchen dennoch in einem rollierenden System für alle 18 Kinder geöffnet – es gibt die Montagsgruppe als erweiterte Notbetreuung, die montags, dienstags und donnerstags kommen kann und die Mittwochsgruppe für die Kinder, die eigentlich noch zu Hause bleiben müssten, nun aber mittwochs und freitags in den Kindergarten gehen können. Das ist nur auf Grund des Engagements der Elternschaft möglich, die ihre Arbeistage so legen konnten, bzw. andere, private Betreuungsmöglichkeiten organisiert haben, dass der Kindergarten auch an zwei Tagen für die Kinder geöffnet werden kann, die derzeit eigentlich keinen Anspruch darauf haben. Die Montagsgruppe hat dabei immer Vorrang, das bedeutet, wenn die private Organisation einer Familie mit Anspruch auf Notbetreuung kippt, muss der Kindergarten diese übernehmen und so kann es für die Kinder der Mittwochsgruppe zu kurzfristigen Ausfällen kommen.

Eigentlich war dieses System schon ab dem 25.5. so geplant und durch die räumlichen und personellen Voraussetzungen als eingruppiger Kindergarten ohnehin ein schwieriges Unterfangen. Dann kam jedoch kurzfristig die Ansage des Landes Baden-Württemberg, dass ein rollierendes System im Kindergarten nicht durch die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Corona-Verordnung abgedeckt sei. Die Enttäuschung war riesig, ebenso der Ärger über die scheinbare Willkür der Politik und das Unverständnis gegenüber dieser Entscheidung. Die Nerven vieler Eltern lagen blank. Zum Glück konnte nur eine Woche später dann doch für alle Kinder das Rumpelstilzchen zumindest an einigen Tagen öffnen und es gibt jetzt sogar zusätzlich die Möglichkeit, mittwochs einen Ausflugstag für die Montagsgruppe anzubieten, damit auch dort eine Betreuung durch den Kindergarten gewährleistet werden kann und sich die Gruppen dennoch nicht vermischen.

 

Die Kinder sind jedenfalls überglücklich. Sie freuten sich riesig, die Erzieherinnen und ihre Freudninnen und Freunde wieder zu treffen, legten gleich los mit Schultüte basteln und Pferdchen spielen und entdeckten alle Spielsachen im Kindergarten wieder neu.

 

Aber vieles ist auch anders: es sind nicht alle Kinder gleichzeitig da, man muss gleich beim Ankommen Hände waschen, es darf immer nur ein Elternteil im Flur sein Kind verabschieden, beim gemeinsamen Essen hat jeder seinen eigenen Rucksack dabei.

 


Um die Verbindung zwischen den Gruppen herzustellen, ist nun eine große Pinnwand angebracht worden. Sie dient dazu, dass die Kinder sich gegenseitig Fotos aufpinnen können, Bilder malen und kleine Nachrichten schreiben. Es können auch Videos gedreht werden, die dann der jeweils anderen Gruppe gezeigt werden.


So werden hoffentlich für die Kinder im Kindergarten Rumpelstilzchen und ihre Eltern die verbleibenden Wochen bis zum Normalbetrieb schnell vergehen und bestimmt gibt es in diesem Jahr ein ganz besonders großes und buntes gemeinsames Sommerfest zum Abschluss des Kindergartenjahres.

Bilderbuchbetrachtung „Wenn die Ziege schwimmen lernt“

Heute haben wir für euch eine etwas andere Bilderbuchbetrachtung: Jule liest für euch das Buch „Wenn die Ziege schimmen lernt“ von Nele Moost und zeigt dabei die Bilder im Kamishibai.

HURRA!!!! Es geht wieder los!

 

Liebe Eltern,

endlich ist es geklärt – wir dürfen ab der kommenden Woche im rollierenden System arbeiten!

Nach langem Hin- und Her gibt es jetzt eine offizielle Stellungnahme des Kultusministeriums und eine klare Aussage von Paritätischem Wohlfahrtsverband und KVJS.

Deshalb greift ab kommenden Dienstag (wegen Pfingsten) die Regelung, die wir ursprünglich schon ab dieser Woche geplant hatten:

Es gibt die „Montagsgruppe“, bestehend aus den Kindern, die bereits betreut wurden.

Aufgrund der Arbeitssituation der Eltern werden diese Kinder montags, dienstags und donnerstags den Kindergarten besuchen. Diese Tage versuchen die Eltern beizubehalten, auch wenn manche nach den Pfingstferien wieder voll arbeiten müssen und damit Anspruch auf eine tägliche Betreuung in der Notgruppe hätten und decken diese Zeiten, sofern möglich, durch private Organisation ab.

Die „Mittwochsgruppe“ besteht aus der anderen Hälfte der Kinder.

Diese können ab nächster Woche immer mittwochs und freitags ins Rumpelstilzchen kommen.

Die Notgruppe („Montagsgruppe“) hat immer Vorrang, das bedeutet, wenn die private Organisation einer Familie mit Notbetreuung kippt, muss der Kindergarten diese übernehmen und von daher kann es für die Kinder der Mittwochsgruppe zu kurzfristigen Ausfällen kommen.

Sollte dies der Fall sein, werden wir einen Mittwoch so einplanen, dass wir mit einer Gruppe einen „Ausflugstag“ machen und mit der anderen im Kindergarten sind.

Wichtig ist deshalb, dass Ihr in den kommenden Wochen regelmäßig Eure WhatsApp Nachrichten überprüft, damit sichergestellt ist, dass Ihr Infos auch kurzfristig erhaltet. Wir werden dazu die Infogruppe nutzen.

Um die Kinder auf das „Wiederankommen“ vorzubereiten, haben wir ein kleines Video gedreht, welches Ihr hier anschauen könnt.

 Es sind einige Regeln zu beachten, die ich teilweise schon einmal geschrieben habe, aber hier nochmal in aller Kürze:

  • Geänderte Öffnungszeiten: Mo-Fr von 8.00 bis 14.00 Uhr
  • Alle Kinder benötigen einen eigenen Rucksack mit Verpflegung für den Tag, wir haben derzeit keinen Essensdienst
  • Eltern müssen beim Bringen und Abholen eine Mund-Nasenbedeckung tragen (neu)
  • Da unser Flur nur sehr beengt ist, darf sich immer nur 1 Erwachsener darin aufhalten, d.h., wenn ihr bringt und es findet gerade eine Übergabe statt, wartet bitte, bis der Elternteil wieder draußen ist.
  • Beim Betreten der Einrichtung bitte zunächst Hände gründlich waschen (Eltern und Kind), alternativ können sich die Erwachsenen auch am Eingang die Hände vor Betreten der Einrichtung die Hände desinfizieren (Desinfektionsmittel steht auf der Kiste vor der Tür) und nur die Kinder Hände waschen.
  • Abstandsregel zu den Erwachsenen – wir machen hier eine Ausnahme, wenn Kinder „übergeben“ werden müssen, weil es ihnen schwer fällt sich zu trennen

 

Es dürfen nur Kinder in die Einrichtung kommen, die

  • KEINE Erkältungssymptome aufweisen
  • In den letzten 14 Tagen nicht in Kontakt mit infizierten Personen standen

 

Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt endlich allen wieder die Möglichkeit geben können zumindest zeitweise im Rumpelstilzchen zu sein!!!

Ein sonniges Pfingstwochenende und herzliche Grüße

 

Jule, Michi, Julia und Anne

Brief an Kultusministerin Susanne Eisenmann

Sehr geehrte Frau Ministerin Eisenmann,

die vergangenen Wochen sind an keinem von uns spurlos vorüber gegangen und viele sind in ihrer eigenen Welt an den Grenzen dessen, was sie tragen möchten oder können. Viele werden ungeduldig und jeder will, dass das alles endlich ein Ende nimmt……

Die Entscheidungsträger sind in dieser Zeit besonders belastet, da es nicht möglich ist individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen, sondern das Wohl und die Gesundheit aller über die eigenen Befindlichkeiten gestellt werden muss.

Zu diesen Entscheidungsträgern gehören auch Sie. Und das ist zweifelsohne eine schwierige Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Und natürlich ist es auch Ihnen nicht möglich alle individuellen Rahmenbedingungen der Kindertageseinrichtungen vor Ort zu kennen und beachten zu können. Deshalb haben Sie in Ihrer Pressemitteilung am 06.05.2020 angekündigt, dass sich das Land schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs der Kindertageseinrichtungen öffnen wird und dass Sie den Trägern Spielräume vor Ort lassen wollen, damit sie im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Kapazitäten individuelle Lösungen finden können -“zum Beispiel durch ein rollierendes System, das ermöglicht, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.“

Wir sind eine kleine Kita in freier Trägerschaft mit 18 Kindern in VÖ Betreuung. Die private Elterninitiative „Rumpelstilzchen“ wird durch einen, aus der Elternschaft gewählten, Vorstand vertreten. Wir, das pädagogische Personal des Kindergartens, stehen im engen Austausch mit den Eltern und suchen gemeinsam nach Lösungen für diese ungewöhnliche Zeit – natürlich im Rahmen der vorgegebenen Verordnungen.

Nach Ihren Ankündigungen haben wir uns mit dem „rollierenden System“ beschäftigt und eine Lösung gefunden, wie wieder alle Kinder an einzelnen Tagen in den Kindergarten kommen können. Die am 16.5.2020 veröffentlichten “Gemeinsamen Orientierungshinweise für die weitere Öffnung der Kitas” der Kommunalen Landesverbände und der kirchlichen Trägerverbände haben uns in unserer Planung bestätigt und wir konnten den Eltern voller Freude mitteilen: „Nächste Woche geht es los!“

Die Information des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, die uns am 20.05.2020 erreichte löste ungläubiges Erstaunen aus: „Entgegen den mehrfachen Ankündigungen der Kultusministerin ist ein rollierendes System in der Notbetreuung nicht durch die neue Verordnung gedeckt.“

Und nun? Wir mussten zurückrudern und können seither nur 50 % der Kinder eine Betreuung anbieten. Die Eltern der Kinder aus der anderen Kleingruppe wurden darüber informiert und waren ebenso vor den Kopf gestoßen, wie auch wir Erzieher.

Damit sind wir kein Einzelfall – unzählige Einrichtungen stehen vor dem gleichen Problem. Denn – was passiert nun? Der ohnehin schon große Druck und Wunsch nach Öffnung der Kindergärten ist jetzt noch höher. Die bestehenden Unzufriedenheiten sind größer als zuvor und es ist schwer die Gemüter zu beruhigen.

Diese Situation hat uns dazu veranlasst uns heute direkt an Sie zu wenden.

Bitte treten Sie mit den Verantwortlichen in Kontakt, die diese Bestimmungen umsetzen müssen, bevor Sie etwas versprechen! Legen Sie einen klaren Rahmen fest und kommunizieren Sie diesen auch entsprechend.

Diese Situation ist noch nicht geklärt und schon reden Sie in der Presse von einer vollständigen Öffnung der Kindertagesstätten. Aber keiner weiß zu welchen Bedingungen. Mit welchen Vorgaben wird dies einher gehen? Wie sollen Einrichtungen das umsetzen, die derzeit nur 50% des Personals einsatzbereit haben?

In der Bevölkerung kommt lediglich an – Kitas machen wieder auf! Wenn die Einrichtungen vor Ort das aber nicht umsetzen können, wird es zu erneutem Unmut kommen. Und die Folgen daraus sind neben vielen Gesprächen, Auseinandersetzungen, Klärungen auch Vertrauensverlust – Vertrauensverlust unter den Eltern weil die Situation zwischen den Eltern der betreuten Kinder und der nicht betreuten Kinder angespannt ist und Vertrauensverlust unter den Eltern-Team-Träger Konstellationen. Das wirkt sich sicher nicht günstig auf die weitere Arbeit aus, in der doch für alle das Ziel sein sollte, den Kindern wieder einen liebevollen und vertrauensvollen Wiedereinstieg in den Kindergarten zu ermöglichen.

Wir können verstehen, dass es derzeit unglaublich schwierig ist Entscheidungen zu treffen und nicht alle zufriedengestellt werden können. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass wir durch ein helfendes und förderliches Miteinander und einem Umgang, der von Wertschätzung geprägt ist, alle gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

Wir danken Ihnen dafür, dass Sie bereit sind so viel Verantwortung zu tragen und wünschen Ihnen viel Durchhaltevermögen und Besonnenheit.

Das Team des Kindergartens „Rumpelstilzchen“

 

Schul-Newsletter #5

Liebe Schulkinder,

heute gibt es wieder den nächsten Schulkindernewsletter mit neuen Geschichten, Rätseln und „Arbeitsblättern“ für euch. Außerdem habe ich mir eure Zeichnungen für die Schultüte, so wie ihr sie euch vorstellt genau angeschaut und schon mal etwas dafür bestellt:

Farbige Schultüte, Weiß

Davon kann sich dann jeder seine Farbe aussuchen: Maxi blau, Matti grau und bei Maja rot oder pink (das konnte ich nicht so ganz sicher erkennen.). Da ich sehr hoffe, dass wir uns vor den Sommerferien alle noch im Kindergarten wiedersehen werden, bin ich zuversichtlich, dass wir sie dann auch hier im Rumpelstilzchen zusammen basteln können.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß mit den neuen Rätseln und Geschichten, schickt mir gerne mal ein Foto oder eine Nachricht, was euch am besten gefallen hat 😊

Liebe Grüße

Michi

 

Frühlingsnewsletter #9 und „digitaler Stuhlkreis #5“

Liebe Eltern,

heute möchten wir Euch mit einer kleinen Geschichte unterhalten, einem „Steinbruch“ guter Gedanken:

Steine und Sand

Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Er begann seine Vorlesung damit, ein großes leeres Mayonnaiseglas bis zum Rand mit großen Steinen zu füllen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten dies.

Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten in die Räume zwischen den größeren Steinen. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.

Der Professor lächelte ebenfalls, nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand nun die letzten Zwischenräume im Glas aus.

„Nun“, sagte er dann, an seine Studenten gewandt, „Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Freunde, Ihre Kinder, Ihre Berufung, Ihre Gesundheit – Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – ihr Leben immer noch erfüllen würden.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr Job, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Und der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.

So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden, haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für die Dinge, die Ihnen am meisten am Herzen liegen. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw. Achten Sie zuerst auf die großen Steine – sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Wir wünschen Euch eine tolle, „steinreiche“ Woche!

Michi, Julia, Jule und Anne

…und hier noch der Link zu unserem Frühlingsnewsletter #9, zu einem Kuckucks-Mandala, einer Quatschgeschichte und einer Anleitung für Sand-Knete zum Selbermachen.

…und wer den neuesten digitalen Stuhlkreis anschauen möchte, findet ihn hier.

 

Brief der Kindergartenleitung zur aktuellen Entwicklung

Liebe Eltern,

eigentlich sollte sich unser Newsletter in dieser Woche mit der geplanten Öffnung in einem „rollierenden System“ ab 25.05. beschäftigen. Ich war sehr erleichtert darüber, dass wir gemeinsam eine Lösung finden konnten, die allen Kindern wieder ermöglicht hätte an bestimmten Tagen ins Rumpelstilzchen zurück zu kommen. Leider hat mich drei Stunden nach dem Versenden meiner E-Mail an Euch eine Nachricht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erreicht.

Auszüge aus deren Inhalt:

„Das Land Baden-Württemberg hat am 16.5.20 die neue Corona-VO veröffentlicht, in der auch die neuen Richtlinien zur Erweiterung der Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege enthalten sind.

Entgegen den mehrfachen Ankündigungen der Kultusministerin ist ein rollierendes System in der Notbetreuung nicht durch die neue Verordnung gedeckt. Denn in § 1b Abs. 5 heißt es wie schon zuvor: „Die in der erweiterten Notbetreuung zulässige Gruppengröße beträgt bei Kindertageseinrichtungen höchstens die Hälfte der in der Betriebserlaubnis genehmigten Gruppengröße.“

Darauf weist auch das Landesjugendamt in seinem Rundschreiben 15/2020 hin, wenn es dort heißt: „Sollte mittel- oder langfristig … der Betrieb um Angebote mit Raum-Sharing erweitert werden, gilt das übliche Antrags- und Prüfverfahren nach § 45 SGB VIII“. Und Raum-Sharing liegt immer dann vor, wenn mehrere Notbetreuungsgruppen zu unterschiedlichen Zeiten den gleichen Raum nutzen (also vor- bzw. nachmittags oder an unterschiedlichen Wochentagen).

Damit sind auch die Gemeinsame Orientierungshinweise für die weitere Öffnung der Kitas von Städtetag, Gemeindetag und den kirchlichen Trägerverbänden irreführend, wenn sie erklären: „Die Variante B erscheint in den Fällen denkbar, in denen a) ausreichend Personal zur Verfügung steht, um eine feste und kontinuierliche Gruppenstruktur im Wechsel zu ermöglichen“.

„Um eine Klarstellung dieser widersprüchlichen Aussagen und damit wieder Klarheit für die Kita-Träger zu erreichen, hat sich der PARITÄTISCHE an das Kultusministerium gewendet. Gleiches hat inzwischen auch der KVJS getan, so dass grundlegende Abstimmungsgespräche hoffentlich bald stattfinden werden. Über Ergebnisse werden wir Sie so rasch als möglich informieren.“

Das war für mich ein absoluter Schock! Seit Wochen bin ich damit beschäftigt den beinahe täglichen Diskussionen und Veränderungen in Zusammenhang mit der Corona Verordnung zu folgen um schnell und flexibel handeln zu können. Dabei war es mir immer wichtig die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. So auch diesmal. Leider bin ich, wie so viele andere in Baden-Württemberg, nicht mehr in der Lage gewesen zu unterscheiden, dass all diese Punkte, die Frau Eisenmann schon in den Wochen vor der neuen Verordnung angekündigt hatte, nicht durch die Änderung der Corona Verordnung abgedeckt sind. Hinzu kam am Samstag noch eine Handreichung des Städte- und Gemeindetags, sowie der Kirchlichen Trägerverbände, in der ganz klar das „rollierende System“ als mögliche Lösung vorgeschlagen wurde.

Das steht noch HEUTE auf der Seite des Kultusministeriums als Aussage von Frau Eisenmann:

„Unser Plan sieht vor, dass wir ebenfalls ab dem 18. Mai die Betreuung an den Kitas in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs in Absprache mit den Trägern schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder ausweiten. So können die Abstandsgebote mit halben Gruppengrößen gewahrt, Eltern aber weiter entlastet und den Kindern ein Stück Normalität zurückgegeben werden“, sagt Ministerin Eisenmann und ergänzt: „Von den Trägern der Kitas haben wir die Rückmeldung, dass an den Einrichtungen nicht so viel Personal zur Verfügung steht wie an den Schulen. Die Risikogruppe unter den Erzieherinnen und Erziehern scheint größer zu sein. Deshalb wollen wir den Trägern Spielräume vor Ort lassen, dass sie im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Kapazitäten individuelle Lösungen finden können – zum Beispiel durch ein rollierendes System, das ermöglicht, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.“ 

Es macht mich wütend, dass wir aufgrund dieser Situation ab der kommenden Woche nicht wie geplant verfahren können.

Uns bleibt ausschließlich die Möglichkeit unseren Betreuungsrahmen zu erweitern und die Notgruppe aufzustocken. Die Angaben hierzu sind klar festgelegt und an diese haben wir uns schon bei der Planung für das rollierende System gehalten. Von daher werden ab kommendem Montag alle Kinder, die in der Montagsgruppe eingeplant wurden von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr die Möglichkeit haben ins Rumpelstilzchen zu kommen. Die anderen Familien muss ich leider nach wie vor vertrösten. Das tut mir unendlich leid, weil ich weiß, dass einige Kinder sich schon auf das Wiedersehen gefreut hatten und es dringend Entlastung auch für die Eltern dieser Kinder geben muss. Ich hoffe sehr, dass der öffentliche Druck der durch dieses „Chaos“ verursacht wurde dazu führt, dass es spätestens zum 15.06. Änderungen gibt, die unseren „Plan“ doch noch möglich machen.

Bis dahin eine Bitte an die, die jetzt doch nicht kommen können: Unterstützt Euch gegenseitig. Es ist im Rahmen der Verordnung möglich, dass sich zwei Familien zusammenschließen. Vielleicht könnt Ihr Euch untereinander ein wenig entlasten!

Und noch ein Appell an Alle:

Ich werde einen Brief an Frau Eisenmann verfassen und sollte jemand von Euch auch das Bedürfnis verspüren seinem Unmut „Luft zu machen“ kann er das gerne an mich weiterleiten. Ich würde diese Briefe dann an Frau Eisenmann und den Paritätischen Wohlfahrtsverband weiterleiten. Ich finde es wichtig, dass unser Dachverband Unterstützung erhält von denen, die mit den Konsequenzen dieser Handlungen täglich umgehen müssen.

Ab kommender Woche wird es natürlich auch wieder einen Newsletter und Videos für alle Kinder geben. Das Material von dieser Woche können wir leider nicht nutzen, da es sich ausschließlich mit dem geplanten Start und Wiederankommen aller Kinder im Rumpelstilzchen befasst.

Ich wünsche Euch aller Widrigkeiten zum Trotz ein wunderbares Wochenende mit viel Sonne für die Seele!

Herzliche Grüße

Michi