Rumpelstilzchen-Alltag in Zeiten der Corona-Krise

Seit dem 17.3.2020 sind alle Schulen, Bildungs- und Kultureinrichtungen in Baden- Württemberg geschlossen. So auch der Kindergarten Rumpelstilzchen. Wie überall sehen sich auch hier in Neckargemünd die Eltern plötzlich mit der Frage konfrontiert: „Wie betreue ich mein Kind/meine Kinder? Wie beschäftige ich sie? Wie schaffe ich den Spagat zwischen Homeoffice, Homeschooling und Homekindergardening?“ Mittlerweile befinden wir uns in der 3. Woche nach der Schließung und jeder hat für sich Ideen und Lösungswege unterschiedlichster Art gefunden, mit dieser sehr besonderen Situation umzugehen. Wie sieht er denn nun aus, der Kindergartenalltag, wenn der  Kindergarten gar nicht geöffnet sein darf?

Bei den meisten Familien, in denen es ältere, schulpflichtige Geschwister gibt, wird vormittags zunächst einmal die Schularbeit erledigt. Die Kindergarten-Geschwisterkinder spielen währenddessen, sie malen und basteln, während meist die Mütter zwischen den Kindern hin- und herspringen und Hilfestellung und Unterstützung anbieten, wo sie gebraucht wird. Ein ziemlicher Spagat, der bei mehreren Kindern in unterschiedlichen Altersstufen und mit völlig verschiedenen Bedürfnissen schnell zur Zerreißprobe werden kann.

Nach den Schularbeiten fängt normalerweise die Freizeit an – vor dem 17. März bedeutete das, Freunde auf dem Spielplatz zu treffen, auf der Strasse mit den Nachbarkindern zu spielen, zum Training auf den Fussballplatz oder in den Sportverein zu gehen oder aber in die Musik- , Mal- oder Tanzschule. Alles lief seinen gewohnten Gang. Seit dem 17. März mussten neue Ideen der Freizeitgestaltung gefunden und neue Gewohnheiten etabliert werden. Seitdem heißt Freizeit: Ausflüge in den Wald machen, noch mehr malen, basteln, puzzlen und Gesellschaftsspiele spielen. Es heißt für viele Kinder aber auch, mehr Medienzeit zu bekommen und dass die Oma Bilderbücher nicht mehr auf dem Sofa vorliest sondern via der App FaceTime.

Freizeit heißt jetzt im Garten sein, wenn man einen hat, und dort neue Projekte angehen – ein Gartenhaus bauen, neue Beete oder einen Gemüsegarten mit den Kindern anlegen. Besonders ärgerlich ist es da, wenn die Nachbarn wenig Verständnis für spielende Kinder und den dabei entstehenden Geräuschpegel haben. Freizeit heißt jetzt aber auch für viele, mehr Zeit füreinander zu haben, zum Lesen, Kuscheln, Hörspiele hören und weniger Stress zu haben, da keine Notwendigkeit mehr besteht, von einem Nachmittagstermin zum nächsten zu hetzen. Es entstehen neue Gewohnheiten – so zum Beispiel auch in vielen Familien, dass die Kinder viel mehr in die Haushaltsarbeiten wie Putzen, Kochen und Backen mit einbezogen werden und sogar Spaß daran finden.

Ebenso beobachten derzeit viele Eltern von Rumpelstilzchen-Kindern, dass die Geschwister untereinander viel friedlicher und harmonischer miteinander spielen. Wo es früher oft zu Streitereien und Kämpfen kam, entdecken die Kinder plötzlich neue Spielmöglichkeiten miteinander.

Am Abend, wenn ein weiterer Tag im Familienkreis zu Ende geht und die Kinder endlich im Bett liegen, fängt für manche Eltern der Arbeitstag erst an, denn nur jetzt ist es möglich, in Ruhe Mails zu beantworten und das nachzuarbeiten, was tagsüber im Homeoffice liegen geblieben ist. An ein Durchschnaufen ist noch nicht zu denken, dabei ist schon tagsüber alles viel geballter und ohne Pause. Alles, was sich vorher zumindest halbtags auf Kindergarten und Schule verteilt hat, findet jetzt zu Hause statt und ist weit anstrengender, als das so mancher gedacht oder erwartet hat.

Auch bei den Erzieherinnen des Kindergartens Rumpelstilzchen haben sich neue Gewohnheiten etabliert. Team-Besprechungen werden per Video-Chat abgehalten, Elterngespräche werden am Telefon geführt, die Arbeitszeit wird für Aufgaben genutzt, die sonst im Kindergartenalltag viel zu kurz kommen, wie z.B. die Überarbeitung des Hygieneplans und das Erstellen eines Qualitätshandbuches. Auf die Frage, wie sie den Kontakt zu den Kindern auch in dieser außergewöhnlichen Zeit gut halten können, haben die Erzieherinnen eine besondere Antwort gefunden: sie haben einen Frühlings-Newsletter herausgebracht. Er erscheint wöchentlich, erreicht die Eltern per E-Mail und ist auch hier auf der Homepage des Kindergartens und auf facebook veröffentlicht. Der Newsletter beinhaltet Fotos aus dem Kindergartenalltag, Spielideen für Drinnen und Draußen, österliche Bastelvorschläge, spannende Experimente und Noten von Frühlingsliedern, die die Kinder vom Stuhlkreis her kennen. So kommt der Kindergartenalltag wenigstens ein kleines bisschen zu jedem Kind nach Hause.

Auch für das Projekt unserer Anerkennungspraktikantin Julia, das trotz Corona-Krise weitergehen muss, ist eine tolle Lösung gefunden worden: statt im direkten Kontakt mit den Kindern das Thema Pferde zu weiter zu erarbeiten (kurz vor der Schließung des Kindergartens war die Projektgruppe noch gemeinsam einen ganzen Vormittag lang im Reitsportzentrum Dilsberger Hof) gibt es jetzt eine Projekt-Mappe, mit Vorlese-Geschichte, Pferde-Memory und vielem mehr rund um das Thema Pferde.

So sieht er also aus, der Kindergartenalltag ohne geöffneten Kindergarten. Voller neuer Ideen, voller neuer Herausforderungen, denen alle sich täglich stellen und voller Elan, die Zeiten des social distancing trotz allem gemeinsam und miteinander durchzustehen.

Frühlingsnewsletter #2

Liebe Eltern,

heute ist es wieder soweit, unser zweiter Frühlingsnewsletter erscheint.

Da wir uns vorstellen können, dass bei den Kindern immer wieder Fragen zu der momentanen Situation auftauchen, war es uns ein Anliegen einige dieser möglichen Fragen im Newsletter aufzugreifen. Einen Teil dieser Fragen könnt ihr mit den Kindern „erfahrbar“ machen, indem ihr die Experimente nutzt, die ihr unter folgendem Link von der „Forscherstation“ der Klaus Tschira Stiftung finden könnt. Außerdem gibt es dort weitere Tipps dazu, wie Ihr als Eltern das Thema Corona Virus bei den Kindern begleiten könnt.

Wir finden es wichtig. den Kindern hier ein Ansprechpartner zu sein, denn eine Situation, wie die derzeitige, die so befremdlich und unsicher ist, fordert von uns Erwachsenen Ehrlichkeit und Klarheit im Umgang mit den Kindern. Sie spüren unsere Stimmungen und sind in dieser Hinsicht besser als jedes Radar. Darum braucht es Gesprächsanlässe, die den Kindern die Möglichkeit geben sich zu äußern, Gedanken und Sorgen loszuwerden und so Sicherheit im Umgang mit der neuen Situation zu finden. Dabei soll Euch dieser Newsletter in erster Linie unterstützen.

Des Weiteren ist uns eingefallen, dass Smeralda Flitzezahn ja nach wie vor im Kindergarten schlief und darauf wartete, zum Geburtstag von Michi geweckt zu werden. Wir haben sie geweckt und auch ihr (stellvertretend für die Kinder) erstmal erklärt, was gerade los ist. Dabei ist ein kleiner Film entstanden, der nun unter diesem Link angeschaut werden kann. Falls Euch das Video gefällt, dürft Ihr es gerne teilen, wir könnten uns vorstellen, dass es auch für „Nichtrumpelstilzchenkinder“ interessant sein könnte.

Zudem haben wir hier noch ein Frühlings-Mitmach-Gedicht für euch!

Also – stöbert Euch durch den Frühlingsnewsletter und bleibt gesund!!

Herzliche Grüße

Jule, Julia und Michi

P.S. Wir freuen uns, wenn von den Kindern Rückmeldungen kommen. Wir beantworten jede Email und WhatsApp gerne. Und natürlich berücksichtigen wir auch bei künftigen Newslettern Wünsche, die geäußert werden – sowohl von Euch, als auch von den Kindern!

Frühlingsnewsletter

Wenn die Kinder nicht in den Kindergarten kommen dürfen – dann kommt der Kindergarten eben einfach zu den Kindern! Unsere Erzieherinnen haben sich etwas ganz Tolles ausgedacht, damit es den Kindern zu Hause nicht langweilig wird, damit die Eltern Ideen und Anregungen bekommen und vor allem aber auch, damit in diesen Zeiten der Isolation der Kontakt dennoch nicht abbricht! Damit auch die Kleinen merken „Auch wenn gerade alles anders ist und wir nicht mit unseren Freunden und Freundinnen spielen können und auch wenn wir die Erzieherinnen nicht täglich sehen können – sie sind doch für uns da!“

Das Team des Kindergarten Rumpelstilzchen hat einen Frühlingsnewsletter geschrieben – voller Spiel- und Bastelideen, mit spannenden Experimenten und Noten für Osterlieder. Viel Spaß beim Spielen, Experimentieren und Singen!

Brief der Kindergartenleiterin zur vorübergehenden Schließung wegen Corona

Liebe Eltern,

einen solchen Elternbrief habe ich noch nie geschrieben und musste daher selbst über so einiges nachdenken, bevor ich es hier mit euch teilen konnte.

Die vergangene Woche habe ich emotional so einiges durchlaufen von Ungläubigkeit, Unsicherheit über Unruhe und Sorge bis hin zu Ängsten. Vermutlich erging es den meisten von euch ebenso. Ich war zum ersten Mal seit langem unsicher, ob ich der Verantwortung als Leitung eines Kindergartens gerecht werden kann und auch wirklich verantwortungsbewusst handle im Sinne des Schutzes eurer Kinder.

Jetzt wurde mir diese Verantwortung genommen – und ganz ehrlich – darüber bin ich wirklich erleichtert.

Man hat uns eine „Zwangspause“ auferlegt, die zunächst natürlich zweifelsohne ganz individuell auch mit vielen Fragen, Sorgen und Ängsten überschattet ist (Wie betreue ich meine Kinder? Wird meine Prüfung trotzdem stattfinden? Was mache ich mit Oma/Opa? Sollen wir noch soziale Kontakte pflegen?) Und vermutlich wird das ein oder andere keine wirklich zufriedenstellende Lösung für uns alle ergeben.

Aber – wer mich kennt, weiß, dass ich mich auch immer wieder frage welche positiven Aspekte eine Situation mit sich bringt und das habe ich auch dieses Mal getan. Wir bekommen ein großes Geschenk – nämlich Entschleunigung. Plötzlich entfallen alle Verpflichtungen nach außen, weil Veranstaltungen, Kurse, Meetings etc. abgesagt werden. Wir dürfen uns mehr nach „innen“ wenden und uns auf Familie, vielleicht auf das Gärtnern, auf Renovierungsarbeiten oder Aufräumaktionen zu Hause (die schon lange mal gemacht werden wollten) konzentrieren und können vielleicht so auch den positiven Aspekt der „Stilllegung“ genießen. Trotzdem brauchen wir nicht auf soziale Kontakte verzichten – im Zeitalter des Internets können wir miteinander sprechen und uns sehen, in Internetplattformen werden viele Hilfsangebote gemacht für diejenigen, die Unterstützung benötigen.

Ich möchte keinesfalls die Lage verharmlosen oder Sorgen herunterspielen – diese sind da und sie haben Berechtigung. Es ist mir nur wichtig in diesem „Durcheinander“ und dem vielen Neuen auch zu sehen, dass wir auch die Chance haben Schönes zu erleben!

Wie geht es jetzt im Rumpelstilzchen weiter?

In Absprache mit dem Vorstand haben wir teamseitig entschieden zunächst die Entwicklung in Baden-Württemberg/Deutschland abzuwarten. Sollte es danach noch möglich sein, wollen wir die Zeit nutzen um im Kindergarten ein bisschen was zu sortieren, aufzuräumen uns mit Qualitätssicherung zu beschäftigen… eben mit den Dingen, für die sonst wenig Zeit bleibt.

Die Stadt Neckargemünd hat dazu aufgerufen, dass alle Einrichtungen zusammenhelfen, um Notgruppen auf die Beine zu stellen, in denen Kinder betreut werden können deren beide Elternteile oder bei Alleinerziehenden, der Elternteil, in einem systemkritischen Beruf beschäftigt ist. Als systemkritisch gelten beispielsweise: Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr, Energie- und Wasserversorgung. Da die Erzieher, die in diesem Fall eingesetzt werden dürfen, unter 60 Jahren sein müssen und keine Kinder unter 10 Jahren haben dürfen, werden Jule und ich zur Verfügung stehen um, falls notwendig, diese Notbetreuung zu unterstützen.

Ich bin per Email regelmäßig mit Stadt, Gesundheitsamt und Kultusministerium verknüpft, so dass wichtige Informationen zeitnah an euch weitergegeben werden können.

[…]

Sollten bei euch jetzt noch Fragen offen sein, dann könnt ihr mich gerne anschreiben – per mail oder WhatsApp.

Jetzt bleibt mir ansonsten nur noch euch und eurer ganzen Familie eine gute „Aus“zeit zu wünschen – Bleibt alle gesund, damit wir uns ganz bald wieder aufeinander freuen können 😊

Herzliche Grüße, fühlt euch umarmt (so geht das ja noch 😉)

Michi

Das Pferde-Projekt

Endlich geht es los, das Pferde-Projekt unserer diesjährigen Anerkennungspraktikantin Julia!

Sie hat die Rumpelkinder eine ganze Zeit lang beim Spielen beobachtet und festgestellt, dass es da ein immer wiederkehrendes Thema gibt: PFERDE! Im Spiel sind die Kinder selbst Pferde oder schlüpfen in die Rollen von Reiter und Pferdebesitzer, Tierarzt oder Pfleger. Sie legen sich gegenseitig das Zaumzeug an, führen sich an Führstricken über das Gelände, bauen Ställe und Unterstände, suchen geeignetes Pferdefutter und widmen sich hingebungsvoll der Fell- und Hufpflege. So war es für Julia klar, dass sie das Thema Pferde in ihrem Projekt aufgreifen wird.

 

Der Startschuss dazu fiel gleich nach den Faschingsferien. Julia brachte eine große Kiste voller Materialien mit: Satteldecke, Gamaschen, Führstrick und vieles mehr durfte die Kinder der Projekt-Gruppe (acht Mädchen zwischen 4 und 5 Jahren) auspacken, anschauen, beschreiben und verschiedenen Themenbereichen rund ums Reiten zuordnen. In einer Kinderkonferenz mit geheimer Wahl wurden anschließend zwei Themenbereiche gewählt, mit denen sich die Kinder in der nächsten Zeit genauer beschäftigen wollen – Reiten und die Versorgung der Tiere. Da liegt es auf der Hand, dass jetzt als nächstes ein Ausflug auf den Reiterhof ansteht! Diesem fiebern die Mädchen schon entgegen – endlich alles mal aus nächster Nähe sehen, echte Pferde füttern und striegel, den Stall ausmisten und natürlich zum krönenden Abschluß auch eine Runde reiten dürfen! Das Glück der Erde liegt eben doch auf dem Rücken der Pferde!

 

Eindrücke vom Gartentag im Herbst 2019

Der Frühjahrs-Gartentag steht schon bald wieder vor der Tür, deshalb hier ein paar Eindrücke vom vergangenen Gartentag im Herbst.

Überall wurde fleißig geschuftet:

Auch die Kinder waren schwer beschäftigt:

Am Ende hatten sich alle ein Eis verdient!

Durch die Strassen auf und nieder leuchten die Laternen wieder

Das Basteln der Martinslaternen ist im Kindergarten Rumpelstilzchen jedes Jahr aufs Neue eine ganz besondere Sache. Während die kleineren Kinder, die noch nicht so geübt sind im Umgang mit Schere und Kleber, mit Hilfe der Erzieherinnen ihre Laternen gestalten – in diesem Jahr  wurden zunächst Herbstblätter gesammelt und gepresst, die dann anschließend als Schablonen für die Siebdrucktechnik dienten – dürfen die größeren ihrer Phantasie freien Lauf lassen. So entstehen regenbogenbunte Einhörner, leuchtende Ninja-Kämpfer, Gespenster-Laternen und dieses Mal sogar ein Ankylosaurus ganz frei aus den Köpfen der Kinder heraus. Und weil es so Spaß macht, haben manche Kinder gleich mehrere Laternen gebastelt.

Da fiel die Auswahl dann doch schwer, welche denn nun auf den Martinsumzug mitgenommen werden soll. Trotzdem waren alle pünktlich am Treffpunkt an der Elsenzbrücke, als es schließlich losging und St. Martin auf seinem Roß voranritt, gefolgt vom Musikzug Turnerbund Dilsberg und vielen laterneschwingenden Kindern und Eltern. Singend zogen alle durch die Altstadt mit Zwischenstopp am Marktplatz bis in den Menzerpark, wo wie jedes Jahr Martinsmänner verteilt wurden und die Geschichte des St. Martin vorgelesen und gespielt wurde.

Für das leibliche Wohl sorgte der Kindergarten Rumpelstilzchen. Es gab Glühwein und Punsch, heiße Würstchen und Käse-Laugenstangen und während die Eltern mit kleineren Kindern allmählich den Heimweg antraten, freuten sich die größeren umso mehr, noch bleiben und das Abschlussfeuerwerk des Bohrermarktes anschauen zu dürfen.

 

Die Suche nach der Bienenkönigin

An diesem Freitag stand ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm, denn die Kinder des Kindergartens Rumpelstilzchen e.V. besuchten einen Imker. Schon vorher war schnell klar, dass das kein Ausflug wie jeder andere werden würde: die Kinder sollten an diesem Tag helle Kleidung tragen und keine duftenden Körpersprays benutzen. Außerdem wurden die Eltern im Vorfeld befragt, ob eventuell eine Bienenallergie bekannt ist.

Treffpunkt war ein Waldrand in Mauer, von dort aus ging es weiter feldeinwärts bis zu einer kleinen Wanderhütte, wo die 18 Kindergartenkinder in drei Gruppen aufgeteilt wurden. Während die erste Gruppe auch schon bald mit dem nebenberuflichen Imker Robert Winter weiter den Feldweg entlang zu dessen Bienenstöcken marschierte, spielten und tobten die anderen Kinder rund um die Hütte herum in Wald und Feld. Nach jeweils knapp 20 Minuten wurde gewechselt und die nächste Gruppe machte sich auf den Weg zu den Bienen. Dort erklärte der Imker sehr anschaulich, wie ein Bienenvolk funktioniert und zeigte die Kästen, in denen seine Völker leben.

Er beschrieb den Kindern das Leben und den Alltag einer Honigbiene und ließ sie auf einer Wabe die Bienenkönigin suchen, was im Gewimmel gar nicht so leicht ist. Deshalb sind bei ihm die Königinnen auch mit einem gelben Punkt markiert. So wurden die Rumpelkinder nach einigem Suchen dann doch fündig. Während die schüchternen und ängstlicheren unter den Kindern lieber gebührend Abstand hielten, trauten sich die ganz mutigen sogar, die Bienen vorsichtig zu streicheln.

Zum Schluss gab es für jeden, der probieren wollte, noch Weißbrot mit Honig – ein leckerer Abschluss dieses interessanten Einblicks in die Welt der Honigbienen – und als Erinnerung an diesen besonderen Ausflug eine kleine Biene aus Holz.

Der erste Ausflug unserer diesjährigen Vorschulkinder

Vorschulkind sein ist etwas ganz besonderes: man ist zwar noch im Kindergarten und ist aber doch schon ganz groß! Die Vorschulkinder des Kindergarten Rumpelstilzchen e.V. genießen einige Vorzüge: sie dürfen an der Schulkooperation teilnehmen, bei der sie gemeinsam mit den Vorschulkindern der anderen Neckargemünder Kindergärten die Grundschule bei einer Schulralley kennenlernen und am Unterricht teilnehmen. Sie dürfen sich insgesamt drei Ausflugsziele aussuchen, zu denen sie dann ohne die kleinen Kindergartenkinder aufbrechen und kurz vor den Sommerferien gibt es die Schulkinderübernachtung, bei der sie in diesem Jahr im VW-Bus auf dem Gelände des Kindergartens übernachten werden.

Die Schulkooperation ist bereits abgeschlossen – jetzt war es Zeit für den ersten Ausflug! Nach Tripsdrill sollte es gehen, das hatten sich die drei Jungen und ein Mädchen sehnlichst gewünscht. So  startete die kleine Truppe begleitet von einer Erzieherin und einer Mutter am vergangenen Montag trotz des strömenden Regens gut gelaunt in Richtung Freizeitpark.

Nach anfänglichem Zögern war das Eis schnell gebrochen und die Kinder probierten mit Begeisterung ein Fahrgeschäft nach dem nächsten aus. Da geb es fahrende Mehlsäcke mit lustigen Namen bei der Wasserbahn, einen sich um sich selbst drehenden Waschzuber, eine Bahn, deren Sitze wie Igel, Schwein und Hase aussahen und noch vieles mehr.

Obwohl der Regen bald nachließ war der Freizeitpark an diesem Tag nicht sehr gut besucht. Gut für die Rumpelstilzchen, denn so gab es keine langen Schlangen oder Wartezeiten und es wurde so manche Extrarunde auf dem einen oder anderen Karussell gedreht. Am Ende durfte sich jedes Kind noch ein Eis oder eine andere Süßigkeit aussuchen. Erschöpft aber glücklich kehrten alle am Nachmittag wieder nach Neckargemünd zurück und mindestens in einem Haushalt wurde danach noch versucht, die Raupen-Achterbahn aus Lego nachzubauen, um den Eltern zu veranschaulichen, wie spannend die Fahrt gewesen ist.Als Ziele für die nächsten Ausflüge haben sich die Kinder einen gemeinsamen Besuch im Schwimmbad und einen im Kino gewünscht. So geht die Zeit im Kindergarten Rumpelstilzchen spannend zu Ende und bleibt den Kindern auf jeden Fall in ganz besonderer Erinnerung.

 

Kinder brauchen Helden! Unser Motto beim Faschingsumzug 2019

Bei 98 angemeldeten Zugnummern beim Neckargemünder Fastnachtsumzug durfte natürlich auch in diesem Jahr der Kindergarten Rumpelstilzchen e.V. nicht fehlen. Schon lange vorher hatten die Kinder gemeinsam mit ihren ErzieherInnen in einer Kinderkonferenz über das diesjährige Motto abgestimmt: gut die Hälfte der Stimmen ging an die Kinderserie Paw Patrol, deren Hundehelfer auf vier Pfoten die Kinder derzeit in ihrem täglichen Spiel immer wieder inspirieren und zu eigenen Geschichten animieren. Nur ein paar Stimmen weniger gingen an den kleinen Indianer Yakari, der mit Tieren sprechen kann und dessen Abenteuer ebenso im Kindergartenalltag nachgespielt und erweitert werden. Somit war das Motto klar: Kinder brauchen Helden!

 

 

 

 

 

 

 

Im Stuhlkreis wurde gemeinsam überlegt, was die Figuren der Kinderserien zu Helden macht, welche Verhaltensweisen heldenhaft sind, was Helden alles können und was vielleicht auch nicht. Wie Helden aussehen, wurde in der letzten Woche ebenfalls ausprobiert – beim Kinderschminken im Kindergarten gab es neben den üblichen Schmetterlingen und Prinzessinnen auch den einen oder anderen Super-Robo-Menschen mit Turbo-Kräften.

Beim Umzug durch die Neckargemünder Altstadt liefen die größeren Kindergarten-Helden Bonbons sammelnd voraus, während es sich die kleineren doch lieber in Buggys und Bollerwägen gemütlich machten. Von dort aus ließ sich das bunte und laute Treiben gut beobachten und ein Mittagsschläfchen zwischendurch war auch kein Problem. Die ErzieherInnen verschenkten mit lautem Hajo! und Ahoi! Kuscheltiere an die jüngsten unter den Besuchern des Fastnachtsumzugs – vielleicht wird dann in den nächsten Jahren das eine oder andere dieser Kinder auch als Rumpelstilzchen beim Umzug mit dabei sein.