Martinsfeier in kleiner Runde

Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir… Auch wenn das Laternenfest in seiner üblichen Form dieses Jahr leider nicht statt finden konnte, mussten unsere Rumpel-Kinder dennoch nicht auf ihre Feier verzichten. Die Erzieherinnen hatten sich nämlich einen Corona-konformen Ablauf für das Fest überlegt, zu dem nur die Kinder eingeladen waren.

Bei den kleinen Rumpels war die Vorfreude entsprechend riesig. Voller Eifer wurden die bunten Laternen gebastelt und die Martinslieder rauf und runter geschmettert. Am Tag der Feier begann es dann Vormittags im Kindergarten mit dem Backen der Martinsmännchen, die von den Kindern reichhaltig mit Rosinen und Mandeln verziert wurden. Zur gewohnten Zeit ging es dann für die Kinder nach Hause, um dann zum Einbruch der Dunkelheit noch einmal an den Kindergarten gebracht zu werden. Was für eine Aufregung „in der Nacht“ in den Kindergarten zu dürfen!

Zunächst wurden im Freien vor dem Kindergarten die Kerzen in den Laternen angezündet und die Martinslieder gesungen. Wie immer wurden die Kinder dabei von unserer Leitung Michaela Schäfer auf der Gitarre begleitet. Danach ging es in den Garten, wo sich die Kinder um ihr eigenes kleines Martinsfeuer scharten.

Da auch der heilige St. Martin und sein Pferd dieses Jahr nicht persönlich auftreten durften, führten die Kinder kurzerhand ihr eigenes Martinsspiel auf. Im Anschluss gab es die selbstgebackenen Martinsmännchen und Kinderpunsch im Lagerfeuerschein. So fielen nach diesem besonderen Tag selige, punschtrunkene Kinder in ihre Betten, die jetzt am liebsten öfter auch am Abend in den Kindergarten kommen würden!

Warten auf Normalität

Die neueste Corona-Verordnung hat die Hoffnungen zu nichte gemacht, dass die Kindergärten vor Juli wieder im Regelbetrieb öffnen können. Das bedeutet 3 weitere Wochen, in denen ein großer Teil der Krippen- und Kindergartenkinder zu Hause betreut werden müssen – neben Homeoffice und Homeschooling der älteren Geschwister, da auch die Schulen nach wie vor nicht vollständig zum Normalbetrieb zurückkehren, sondern ein Unterricht in unterschiedlichen rollierenden Systemen angeboten wird.

Seit Dienstag nach Pfingsten hat der Kindergarten Rumpelstilzchen dennoch in einem rollierenden System für alle 18 Kinder geöffnet – es gibt die Montagsgruppe als erweiterte Notbetreuung, die montags, dienstags und donnerstags kommen kann und die Mittwochsgruppe für die Kinder, die eigentlich noch zu Hause bleiben müssten, nun aber mittwochs und freitags in den Kindergarten gehen können. Das ist nur auf Grund des Engagements der Elternschaft möglich, die ihre Arbeistage so legen konnten, bzw. andere, private Betreuungsmöglichkeiten organisiert haben, dass der Kindergarten auch an zwei Tagen für die Kinder geöffnet werden kann, die derzeit eigentlich keinen Anspruch darauf haben. Die Montagsgruppe hat dabei immer Vorrang, das bedeutet, wenn die private Organisation einer Familie mit Anspruch auf Notbetreuung kippt, muss der Kindergarten diese übernehmen und so kann es für die Kinder der Mittwochsgruppe zu kurzfristigen Ausfällen kommen.

Eigentlich war dieses System schon ab dem 25.5. so geplant und durch die räumlichen und personellen Voraussetzungen als eingruppiger Kindergarten ohnehin ein schwieriges Unterfangen. Dann kam jedoch kurzfristig die Ansage des Landes Baden-Württemberg, dass ein rollierendes System im Kindergarten nicht durch die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Corona-Verordnung abgedeckt sei. Die Enttäuschung war riesig, ebenso der Ärger über die scheinbare Willkür der Politik und das Unverständnis gegenüber dieser Entscheidung. Die Nerven vieler Eltern lagen blank. Zum Glück konnte nur eine Woche später dann doch für alle Kinder das Rumpelstilzchen zumindest an einigen Tagen öffnen und es gibt jetzt sogar zusätzlich die Möglichkeit, mittwochs einen Ausflugstag für die Montagsgruppe anzubieten, damit auch dort eine Betreuung durch den Kindergarten gewährleistet werden kann und sich die Gruppen dennoch nicht vermischen.

 

Die Kinder sind jedenfalls überglücklich. Sie freuten sich riesig, die Erzieherinnen und ihre Freudninnen und Freunde wieder zu treffen, legten gleich los mit Schultüte basteln und Pferdchen spielen und entdeckten alle Spielsachen im Kindergarten wieder neu.

 

Aber vieles ist auch anders: es sind nicht alle Kinder gleichzeitig da, man muss gleich beim Ankommen Hände waschen, es darf immer nur ein Elternteil im Flur sein Kind verabschieden, beim gemeinsamen Essen hat jeder seinen eigenen Rucksack dabei.

 


Um die Verbindung zwischen den Gruppen herzustellen, ist nun eine große Pinnwand angebracht worden. Sie dient dazu, dass die Kinder sich gegenseitig Fotos aufpinnen können, Bilder malen und kleine Nachrichten schreiben. Es können auch Videos gedreht werden, die dann der jeweils anderen Gruppe gezeigt werden.


So werden hoffentlich für die Kinder im Kindergarten Rumpelstilzchen und ihre Eltern die verbleibenden Wochen bis zum Normalbetrieb schnell vergehen und bestimmt gibt es in diesem Jahr ein ganz besonders großes und buntes gemeinsames Sommerfest zum Abschluss des Kindergartenjahres.

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