Kommt wir wolln Laterne laufen

„Kommt wir wolln Laterne laufen, zündet Eure Kerzen an
kommt wir wolln Laterne laufen, Kind und Frau und Mann
Kommt wir wolln Laterne laufen, das ist unsere schönste Zeit
kommt wir wolln Laterne laufen, alle sind bereit“

Bereits Wochen im Voraus wurden im Kindergarten Rumpelstilzchen e.V. fleißig Vorbereitungen für den diesjährigen Martinsumzug getroffen. Die Kinder durften sich aussuchen, was für eine Laterne sie dieses Jahr basteln möchten und dementsprechend bunt und unterschiedlich fielen die Werke aus. So gab es Katzen-, Leoparden- und Reh-Laternen, Blätter- und Apfel-Laternen sowie zahlreiche Hunde-Laternen nach den Vorbildern „Boomer“ und „Brownie“, den beiden Hunden der Erzieherin Anne Klawitter. Ältere Kindergartenkinder unterstützen die Jüngeren und halfen ihnen eifrig beim Basteln, so dass am Ende alle sehr stolz auf die vielen, leuchtenden Kunstwerke sein konnten.

Am erstaunlich milden Martinsabend trafen sich dann alle Kinder mit ihren Eltern, Geschwistern, Omas und Opas und den Erzieherinnen am Kindergarten, um den Martinsumzug gemeinsam zu beginnen. Auch ehemalige Kindergartenkinder fanden den Weg in die Josef-Werner Straße und schlossen sich dem leuchtenden Laternenzug an. Die Erzieherinnen Michaela Schäfer, die den Umzug musikalisch mit der Gitarre begleitete, Anne Klawitter und Janina Rucktäschel führten die Kinder mit Martinsliedern die Straßen entlang. Sie lockten so manchen Anwohner vor die Tür, um die kleinen Laternenträgern zu bewundern und ihrem Gesang zu lauschen.

„Hell wie Mond und Sterne leuchtet die Laterne
bis in weite Ferne übers ganze Land.
Jeder soll uns hören, kann sich gern beschweren
diese frechen Gören das ist allerhand“

Ziel des Umzugs war die Burg Reichenstein, deren Aufstieg mit Kerzen beleuchtet wurde und auf deren Burghof die Kinder mit einem großen Martinsfeuer erwartet wurden. Als alle eingetroffen waren, wurden die Laternen vor dem Feuer aufgestellt und einige Kinder verkleideten sich für das Martinsspiel. Die Rollen dafür hatten sich die Kinder aussuchen dürfen und bereits Wochen vorher im Kindergarten geübt, so dass die Zuschauer eine gelungene Darbietung erwartete. Die stimmvolle Gitarrenmusik begleitete auch das Martinsspiel, dessen Geschichte die übrigen Kinder mit dem klassischen „St Martin“-Lied vorsangen und alle anwesenden Zuschauer begeisterten.

Natürlich mussten sich die Kleinen und Großen nach dem langen Laternenumzug stärken. Daher wurden am Feuer die süßen Martinsmänner verteilt, die die Kinder am Vormittag gemeinsam mit den Erzieherinnen im Kindergarten gebacken hatten. Diese eigneten sich vorzüglich zum Teilen und sorgten zusammen mit Kinderpunsch, Glühwein und Lebkuchenherzen für ein gemütliches Beisammensein am leuchtenden Feuer dieses wirklich gelungenen Festes.

„Kommt wir wolln Laterne laufen, bis das letzte Licht verglüht
kommt wir wolln Laterne laufen, singt mit uns das Lied“

Martinsspiel

 

 

Auszüge aus dem Liedtext „Kommt wir wolln Laterne laufen“ von Rolf Zuckowski

Mit vereinten Kräften voraus ins neue Kindergartenjahr

Mit herbstlichen Leckereien fand am 14. Oktober der erste Elternabend des neuen Kindergartenjahres statt. Das komplette Team des Kindergartens Rumpelstilzchen, bestehend aus Michaela Schäfer, Anne Klawitter, und den teils „neuen“ Gesichtern Janina Rucktäschel, Vanessa Christ und Sarah Freymüller begrüßte die Elternschaft und gestaltete den Abend in gemütlicher Atmosphäre.

Janina ist 20 Jahre alt und befindet sich in ihrem vierten Ausbildungsjahr. Sie hat bereits ihr erstes Ausbildungsjahr im Rumpelstilzchen absolviert. Da es ihr so gut gefallen hat, hatte sie den großen Wunsch auch ihr Anerkennungsjahr im Kindergarten in der Josef-Werner Straße zu verbringen und wurde dort mit offenen Armen empfangen.

Vanessa ist ebenfalls kein „Neuling“ und absolviert ihr zweites Ausbildungsjahr im Kindergarten. Sie ist 17 Jahre alt und immer montags im Kindergarten mit dabei.

Sarah ist 18 Jahre alt und kommt aus Sinsheim. Sie hat gerade mit ihrer Ausbildung begonnen. Es gefällt ihr bereits sehr gut bei den Rumpelstilzchen und sie wird immer donnerstags und freitags dort sein. Wir wünschen ihr einen guten Start und ganz viel Freude bei der Arbeit mit den Kindern.

Ein Hauptthema des Abends war die Reflektion des Gartentages, der am vorangegangenen Samstag stattgefunden hatte und bei dem alle fleißig und voller Tatendrang im und ums Kindergartenhaus aufgeräumt, repariert und gebaut haben. So wurde zum Beispiel der Gartenzaun mit neuen Pfosten abgestützt, alle Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und das komplette Außengelände gefegt und aufgeräumt. Auch Teile des Häuschens wurden gründlich geputzt und ausgemistet.

Anschließend wurden Wünsche für die Zukunft des Kindergartenhäuschens besprochen und eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich in den kommenden Wochen um den Zustand des Hauses kümmern und Handlungspläne entwickeln möchte. Erneut wurde betont, dass der Kindergarten, der vor dreißig Jahren einer Elterninitiative entsprungen ist, sehr auf Spenden angewiesen ist, um die Mängel zu beheben und neue Investitionen zu tätigen.

Hier sorgte dann ein Elternmitglied für den Höhepunkt des Abends, nachdem er verkündete, dass er eine Spende in Höhe von 2.500 Euro von dem Verein „Birdies für Bildung e.V.“ für den Kindergarten gewinnen konnte. Birdies für Bildung e.V. stellt sich auf ihrer Homepage als ein „von PROject GOLFsports ins Leben gerufener Verein [vor], der Kindern und Jugendlichen in ihrer Weiterbildung helfen möchte. [Sie…] unterstützen Projekte für Kinder und Jugendliche im Golfsport, auf schulischer Ebene […] sowie im Bereich der Kreativität. Denn Bildung findet alles andere als nur im Kopf statt!“ Mit dieser großzügigen Spende können für unsere kleinen Rumpelstilzchen neue Sach- und Lernmaterialien gekauft und wichtige Anschaffungen zur Organisierung und Strukturierung im Häuschen getätigt werden. Ein herzliches Dankeschön bereits an dieser Stelle!

Den Abschluss des Abends bildete eine Fotopräsentation zum Thema „Eingewöhnung von Boomer“, dem heranwachsenden Therapiehund von Anne Klawitter, der die Kinder im Kindergartenalltag täglich in halbstündlichen Intervallen begleitet. Boomer ist ein aufgeweckter und ehrgeiziger Schäferhundwelpe und hat im Umgang mit den Kindern bereits sehr viel gelernt. Auch die Kinder profitieren von seiner Anwesenheit. Anfängliche Skepsis oder gar Angst sind verschwunden und die Kinder haben bereits jetzt Vertrauen zu Boomer, verstecken ihm Leckerli oder Spielzeug im Garten und dürfen ihn streicheln. Alles in allem ist mit Boomer ein gelungener Start in den Kindergartenalltag gelungen und es bleibt zu hoffen, dass er von nun ab auch fester Bestandteil des Rumpelstilzchen Teams sein wird.

 

„Eisdiele“ für die Rumpelstilzchen-Kinder

„Eisdiele“ für die Rumpelstilzchen-Kinder

Ausgestattet mit diversen Eisgefäßen – gefüllt mit leckerem „Sand-Eis“, mit Waffeln und Eiskelle spielen die Rumpelstilzchen-Kinder „Eisdiele“.

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Spielhaus des Kindergartens eingeweiht

Dietmar Hopp Stiftung unterstützt mit Spende

Eine „Eisdiele“ im Garten – das war der große Traum der Kinder aus dem Kindergarten Rumpelstilzchen e.V. Beim Einweihungsfest am 15. Juli 2014 wurde dieser Kindertraum wahr und mit Eis, gespendet von einer Wiesenbacher Eisdiele, gebührend gefeiert. Die Errichtung des Spielhauses hatte die Dietmar Hopp Stiftung mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt. Gemeinsam mit den Kindern schnitt Meike Leupold, Referentin der Dietmar Hopp Stiftung, das bunte Band durch und eröffnete somit die „Eisdiele“.

Im Vorfeld hatten die Kinder ihre Visionen von einem Spielhaus auf Papier gebracht. Bei einem Besuch in einer Werkstatt für individuelle Spielräume wurden die Zeichnungen in ein professionelles Baukonzept umgesetzt. Die Kinder konnten das Robinien-Holz ansehen und sich über die einzelnen Schritte des Hausbaus informieren. Gemeinsam mit den Eltern bauten die Kinder dann in mehreren Aktionstagen das neue Spielhaus zusammen.

Der Kindergarten Rumpelstilzchen e.V. in Neckargemünd hat sich 1984 aus einer Elterninitiative gegründet. 18 Mädchen und Jungen im Alter ab 2 Jahren besuchen die Einrichtung. Besonderer Wert wird auf Naturerfahrung gelegt – selbst bei Wind und Wetter nutzen die Kinder den Garten. Ab sofort haben sie mit der lang ersehnten „Eisdiele“ eine neue Spielmöglichkeit im Garten.

 

Bericht: Dietmar Hopp Stiftung Homepage http://dietmar-hopp-stiftung.de/aktuelles-stiftung/2014/eisdiele-fuer-die-rumpelstilzchen-kinder/

Rumpelstilzchen digitalisieren ihre Verwaltung

Die Angestellten und Ehrenamtlichen im Dienste des Kindergartens Rumpelstilzchen freuen sich über die Modernisierung ihrer Verwaltungsdatenbank. Mitglieder des Vorstands und des pädagogischen Teams können nun jederzeit und auch von zu Hause aus über eine gesicherte Verbindung auf die Verwaltungsdatenbank – die auf einem zertifizierten Server lokalisiert ist – auf alle wichtigen Informationen für ihre jeweiligen Aufgaben zugreifen. Auch die übrigen Eltern haben die Möglichkeit ihren eigenen Datensatz zu verwalten. Über die ebenfalls neu erstellte Website erhalten Interessierte an einem Kindergartenplatz nun nicht nur einen Eindruck von der Einrichtung, sondern haben auch die Möglichkeit alle für eine Anmeldung notwendigen Daten direkt selbst einzupflegen.

Sowohl die neue Website als auch die neue Verwaltungsdatenbank wurden von dem ortsansässigen Computerfachhändler Wachert IT-Consulting erstellt und auf die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen einerseits und die Bedürfnisse des Kindergartens und seiner Mitglieder andererseits angepasst, einschließlich einer eigens ausgearbeiteten Einverständniserklärung. Den Wert dieser Dienstleistungen von rund 3500 € spendete der IT-Spezialist dem Kindergarten.

Alle Beteiligten sind mit dem Ergebnis zufrieden, denn letztlich zählt was am Ende übrigbleibt: Mehr Zeit für die Kinder.

Auch wenn wir noch mehr Baustellen kriegen, feiern wir, wir können ja fliegen

Getreu diesem Motto schwebten, flogen und flatterten die Kinder, Eltern und Erzieher des Kindergartens Rumpelstilzchen am vergangenen Samstag mit beim diesjährigen Faschingsumzug durch Neckargemünd. Im zurückliegenden Jahr hatten zahlreiche größere und kleinere Baustellen die Zufahrt zu dem auf dem Hollmuth-Hang gelegenen Kindergarten erschwert. Die Rumpelstilzchen ließen sich davon nicht die Laune verderben und streuten in Gestalt von Gespenstern, Hexen, Raben und Uhus großzügig Hajos und Süßigkeiten unter die Menge am Straßenrand. Dieser Auftritt entspringt den derzeitigen Vorlesebüchern der Kinder : Ottfried Preußlers „Das kleine Gespenst“ und „Die kleine Hexe“.

Die Kinder hatten sich den langen Geschichten unter der kundigen Begleitung ihrer Erzieherinnen auf mehreren Wegen genähert. So wurde das kleine Gespenst beispielsweise nicht nur in seiner Tag- und in seiner Nachtgestalt gemalt, sondern auch aus Stoff gebastelt. Diese wiederholte Beschäftigung mit dem Inhalt gibt den Kindern Anlass, die komplexen Geschichten im Gespräch immer wieder aufzugreifen, Fragen zu klären und so ihr Verständnis zu vertiefen. Nun war also die Reihe an den großen und kleinen Rumpelstilzchen selbst in die Haut (oder das Laken) einer der Gestalten zu schlüpfen.

Wie schon vor zwei Jahren als die Rumpelstilzchen die Figuren aus Preußlers „Der Räuber Hotzenplotz“ lebendig werden ließen, durften sich die Neckargemünder am Wochenende wieder über den Anblick fantasievoller Kostüme freuen. Auch die Wagen hatten unter der Hand einiger Eltern Formen aus den beiden Büchern angenommen von Burgen bis Hexenfeuern.

So leistete auch dieses Jahr wieder der Kindergarten Rumpelstilzchen als einzige derartige Einrichtung in Neckargemünd seinen Beitrag zum Gelingen des traditionellen Umzugs.

Das Projekt Hund: Spielen, Erleben und Lernen im Kindergarten Rumpelstilzchen

In der gegenwärtigen Diskussion um den Ausbau der Kinderbetreuung fällt auf, dass häufig nur die Mängel thematisiert werden. Natürlich es gibt zu wenige Betreuungsplätze, den Kommunen mangelt es, trotz großer Bemühungen, tatsächlich an Geld für einen zügigeren Ausbau und ja, es herrscht ein echter Personalnotstand an qualifizierten ErzieherInnen, weshalb nun in Crashkursen von fragwürdiger Wirksamkeit Fachfremde zu Pädagogen umgeschult werden sollen. Aber gerade angesichts dieser Herausforderungen gibt ein positives Beispiel die notwendige Orientierung, welches Ziel die Entwicklung der Kinderbetreuung und die Ausbildung der ErzieherInnen ansteuern sollte.

Tanja Edelmann blickt zurück auf ihr Anerkennungsjahr. Ein Jahr lang war sie im Neckargemünder Kindergarten Rumpelstilzchen Vollzeit beschäftigt. Die beiden Jahre davor waren ausgefüllt mit Unterricht und Praktika in verschiedenen Einrichtungen. Als staatlich anerkannte Erzieherin wird sie noch für das Wohlergehen, die Erziehung und auch die Bildung vieler Kinder verantwortlich sein. Ihre Fähigkeit dazu musste sie in den zurückliegenden Monaten in mancherlei Hinsicht unter Beweis stellen. Am anschaulichsten wird das an der Sache mit dem Hund.

Eine der Herausforderungen, die Tanja Edelmann meistern musste, war ein Projekt mit den Kindern durchzuführen. Ihre Kolleginnen rieten ihr dazu einen Spielimpuls der Kinder aufzunehmen, denn nichts garantiert die Mitarbeit eines Kindes so wie sein eigenes Interesse. Schnell wurde ihr klar, dass Tiere und insbesondere Hunde gerade ein großes Thema in der Gruppe waren. Die Kinder unterhielten sich über ihre verschiedenen Haustiere und spielten deren Verhalten in Rollenspielen nach. Die angehende Erzieherin erkannte die pädagogischen Chancen dieses Interesses. Nicht nur dass die Kinder dank diesem Antrieb bereit sein würden sich Wissen über Hunde und Tiere allgemein anzueignen, auch der angemessene Umgang mit den Vierbeinern konnte erlernt werden. Darüber hinaus böten sich noch tiefer gehende Entwicklungsressourcen, angefangen mit gestärktem Selbstwertgefühl und gezielt geförderter sozialer Kompetenz und Empathie, bis hin zu einer erhöhten Sprachbereitschaft und einem besseren Gruppenklima durch den gemeinsamen Gesprächsstoff und die geteilten Erlebnisse. Tanja hatte ihr Thema gefunden. Nach einer kurzen Planungsphase und Rücksprache mit den Eltern konnte das „Projekt Hund“ starten.

Auf einer Kinderkonferenz sammelte Tanja Edelmann auf Plakaten, die sie mit den Kindern gestaltete, deren Ideen, Fragen und das bereits vorhandene Wissen. So meinte eines, dass Hunde auch ihre Zähne putzen, ein anderes wollte wissen, welche Hundearten es gibt, ein drittes mochte mehr über den Körper des Hundes erfahren und was man mit so einem Hund alles spielen kann.

In den folgenden Wochen erarbeiteten sich die Kinder die Antworten auf diese und andere Fragen in Spielangeboten und Bilderbuchbetrachtungen mit ihrer Erzieherin. Sie stellten ein Memory der ihnen bekannten Hunderassen her und „begriffen“ die Anatomie eines Hundes, indem sie gemeinsam ein lebensgroßes Modell aus Pappmaché herstellten. Sie sangen zum Thema passende Lieder, fertigten Collagen an und buken Hundekuchen. Von diesen profitierte Brownie, die Hündin von Tanjas Kollegin Anne, welche als Besuch auch die Ausflüge der Gruppe begleitete und den Kindern ermöglichte zuvor Erfahrenes ganz nah und lebendig zu erleben. Die Bücher und Werke sammelten sich in einer „Hundeecke“ zur wiederholten Betrachtung und Benutzung. Dort fanden die Kinder auch eine Leine, ein Körbchen und einen Napf, um das Rollenspiel zu unterstützen. Spiel, Spaß und Lernen verbanden sich in dieser Zeit zu einem ganzheitlichen Erlebnis aus dem zwei Ereignisse jedoch besonders herausragten: Der Besuch einer Hundetrainerin und der einer Rettungshundestaffel, jeweils natürlich mit tierischem Anhang.

Julia Paar vom Verein Canis Lupus Therapeuticus e.V zeigte den Kindern, was ihre Hündin Mara so alles kann. Intelligenz, Geschick und eine feine Nase bewies diese bei der Suche nach Leckerlies, welche die Kinder zuvor versteckt oder in speziellen Hundespielsachen, die nur mit einem besonderen Kniff zu öffnen waren, deponiert hatten. Auch die Bälle, welche die Kinder warfen, brachte sie zuverlässig zurück und über einige Kinder, die sich vertrauensvoll vor ihr auf den Boden legten, sprang sie hinweg. Die Kinder bekamen so einen direkten Eindruck von den Fähigkeiten eines Hundes.

Wozu diese Fähigkeiten genutzt werden können, erfuhren die Kinder einige Wochen später als die DRK-Rettungshundestaffel Rhein-Neckar/ Heidelberg (www.rettungshundestaffel-rhein-neckar.de) mit ganzen sieben Hunden anrückte. Michaela Schweiß, Silvia Kettenmann, Barbara Michel und Anna-Lena Michel-Bergkau erklärten und demonstrierten ihre Arbeit mit den Hunden. Besonders aufregend war das „Versteckspielen“. Egal, wo ein Kind sich verbarg, die auf die Suche von Vermissten abgerichteten Tiere, fanden es. An diesem Tag war es für Tanja Edelmann und ihre Kolleginnen schön zu sehen, wie sicher die Kinder inzwischen mit den vielen Hunden in ihrem Kindergarten umzugehen wussten, sie streichelten, fütterten oder an der Leine führten.

Tanja Edelmann und die Kinder des Kindergartens Rumpelstilzchen haben in den Monaten ihres „Hundeprojekts“ viel gelernt und erlebt. Für Fachkräfte im Bereich Erziehung ist und bleibt es ein Qualitätsmerkmal aus den Impulsen der Kinder Entwicklungsräume zu eröffnen und die sich dann bietenden pädagogischen Chancen zu nutzen.